3D-Wohnungsfinder: Wie eine Projektwebsite Wohnungen verkauft

Design- und Engineering-Team

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Fokus
Deutschland, Schweiz
Lesezeit
4 Minuten
Modernes Wohnhochhaus mit begrünten Balkonen.

Ein Bauträger verkauft Wohnungen, die oft noch nicht existieren. Käufer können sie nicht begehen. Die Website muss deshalb einen großen Teil dessen leisten, was sonst eine Musterwohnung tut. Wo liegt die Wohnung im Haus, wie ist sie aufgeteilt, wie viel Licht bekommt sie, ist sie noch frei?

Eine PDF-Preisliste beantwortet nur eine dieser Fragen. Ein interaktiver Wohnungsfinder beantwortet alle, ohne Anruf im Vertrieb. Hier steht, wie er funktioniert, was er voraussetzt und wann eine 2D-Variante genügt.

Projektwebsite und Firmenwebsite

Deine Firmenwebsite stellt dich als Bauträger dar: Referenzen, Team, Haltung, bisherige Projekte. Eine Projektwebsite stellt ein einzelnes Wohnprojekt dar: Lage, Architektur, Wohnungen und Zeitplan. Wer beides auf einer Seite mischt, macht beides unklar.

FirmenwebsiteProjektwebsite
ZielgruppePartner, Grundeigentümer, Investoren, PresseKäufer und Makler dieses Projekts
ZielGlaubwürdigkeit und neue GelegenheitenDie Wohnungen verkaufen
LebensdauerJahreBis zum Abverkauf, danach Referenz
MarkeFirmenmarkeOft eigener Name und eigenes Logo

Portale wie ImmoScout24 oder Homegate bringen Käufer. Dort stehen deine Wohnungen aber neben denen aller Mitbewerber. Die Projektwebsite erzählt die Geschichte des Hauses und zeigt jede Einheit im Zusammenhang. Und die Anfragedaten bleiben bei dir.

So funktioniert der Finder

  1. Das Gebäude erscheint als Modell. Besucher drehen, neigen und zoomen es direkt im Browser.
  2. Jede Wohnung ist anklickbar. Ein Klick fährt die Kamera zur Einheit.
  3. Die Einheit zeigt die Fakten: Grundriss, Fläche, Zimmer, Freifläche, Lage im Haus und Status.
  4. Filter grenzen ein, etwa nach Zimmern, Fläche, Geschoss oder nur freien Einheiten.
  5. Eine Merkliste sammelt Favoriten. Der Link geht an alle, die mitentscheiden.
  6. Ein Formular pro Wohnung schickt die Anfrage mit der Nummer der Einheit.

Wo das Projekt es hergibt, ergänzt der Finder einen Regler für den Sonnenstand, Renderings oder 360-Grad-Rundgänge. Kennzeichn Renderings klar als Visualisierung. Das fertige Gebäude kann in Details abweichen.

Die Technik dahinter

Das Modell zeichnet der Browser selbst, über WebGL und die Open-Source-Bibliothek three.js. Besucher brauchen deshalb kein Plug-in, und der Finder läuft auch am Handy. Dort ist die Bedienung für Touch gemacht. Das Modell dreht sich mit einem Finger, ohne dass die Seite wegscrollt. Filter und Grundrisse haben ein eigenes mobiles Layout.

Der Finder ist Teil der Projektwebsite, keine eigene App. Er nutzt dieselbe Domain, dasselbe Tracking und dasselbe Design. Die Seite selbst bauen wir auf Next.js. Sie lädt schnell und bleibt für Suchmaschinen lesbar, das Modell lädt danach. Von dir brauchen wir Geschosspläne als PDF oder DWG, eine Liste der Einheiten mit Fläche, Zimmern, Freifläche und Preis sowie vorhandene Renderings. Gibt es kein Architekturmodell, entsteht das 3D-Modell aus den Plänen.

Was er einem Bauträger bringt

Verkaufszahlen versprechen wir nicht. Diese Wirkungen ergeben sich aber direkt aus der Funktion:

  • Weniger Routineanrufe. Verfügbarkeit und Pläne sind beantwortet, bevor jemand anruft.
  • Besser vorbereitete Anfragen. Die Nachricht kommt mit der Nummer der Wohnung. Der Vertrieb ruft mit dem Plan vor sich zurück.
  • Ein aktueller Stand. Status und Preis liegen an einer Stelle. Niemand nennt eine Wohnung, die schon verkauft ist. Mehrere Vertriebsteams und Makler sehen dieselben Daten.
  • Einblick ins Interesse. Klicks auf Einheiten lassen sich mit Einwilligung messen. Hat eine Wohnung nach einigen Wochen wenig Aufrufe, prüfst du Preis oder Grundriss.
  • Wiederverwendbares Material. Dasselbe Modell liefert Renderings und Kamerafahrten für Exposé, Anzeigen und Social Media.

Status und Preise änderst du in einem Login im Browser. Arbeitet dein Vertrieb mit einer Maklersoftware oder einem CRM mit Schnittstelle, kann der Finder die Daten von dort übernehmen. So pflegt niemand doppelt.

Für Kampagnen gilt dasselbe Prinzip wie für Anfragen. Führ Anzeigen auf Google oder Meta direkt zum Finder oder zur passenden Einheit, nicht auf die Startseite. Kommt die Anfrage mit der Nummer der Wohnung an, siehst du, welche Einheiten die Werbung verkauft.

2D oder 3D

2D-Finder3D-Finder
Gebaut ausGeschossplänenArchitekturmodell oder Plänen, in 3D modelliert
So wählt der KäuferGeschoss wählen, Einheit anklickenHaus drehen, Wohnung anklicken
AufwandKleiner, schneller onlineGrößer, braucht Modellierung
Stark beiVielen ähnlichen Einheiten, knappem ZeitplanMarkanter Architektur, Aussicht und Terrassen, gehobener Lage

Geh vom Projekt aus, nicht von der Technik. Bei einem kleinen Wohnprojekt erledigt ein aufgeräumter 2D-Finder die Aufgabe oft vollständig. Ein 3D-Modell lohnt sich dort, wo das Gebäude selbst das Argument ist.

Häufige Fragen

Ja. Das Modell läuft im Browser ohne App. Es dreht sich mit einem Finger, und Filter und Grundrisse haben ein eigenes mobiles Layout.

Nein. Das Modell entsteht aus deinen Einreich- oder Verkaufsplänen. Aus demselben Modell lassen sich Renderings und Kamerafahrten erstellen.

Meistens ja. Entweder als eigene Seite unter deiner Domain oder eingebettet in die bestehende Projektseite. Welcher Weg weniger Aufwand macht, hängt davon ab, worauf deine Website läuft.

Die Website bleibt als Referenz online, alle Einheiten stehen auf verkauft. Für das nächste Projekt tauschst du Modell und Daten, statt neu zu bauen.

Der erste Schritt

Zähl, wie oft dein Vertrieb letzte Woche gefragt wurde, welche Wohnungen noch frei sind. Diese Zahl zeigt, wie viel Arbeit ein Finder abnimmt. Was ein Finder für dein Projekt umfasst, steht auf der Seite zum 3D-Wohnungsfinder. Mit welchen Kosten du rechnen kannst, liest du unter Was kostet ein Wohnungsfinder?

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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