Was kostet eine B2B-Website? Die Kostentreiber im Überblick

Design- und Engineering-Team

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Deutschland, Schweiz
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Eine B2B-Website kostet so viel, wie ihr Umfang verlangt. Das klingt banal, hilft aber beim Planen. Den Preis bestimmen sechs Faktoren: Seitentypen, Inhalte, Design, Redaktionssystem, Sprachen und Schnittstellen. Wer diese sechs Punkte vor der Anfrage klärt, bekommt vergleichbare Angebote.

Pauschalpreise nennen wir hier bewusst nicht. Sie wären ohne dein Projekt eine Schätzung ohne Grundlage. Dieser Artikel zeigt, was den Aufwand treibt, was ihn senkt und wie du ein Angebot prüfst.

Die Kostentreiber

FaktorWeniger AufwandMehr Aufwand
SeitentypenStartseite, Leistung, Über uns, KontaktBranchen, Produkte, Referenzen, Karriere, Wissensbereich mit Filtern
InhalteTexte und Fotos liegen fertig vorTexte entstehen neu, Fotos und Grafiken fehlen
DesignAuf Basis bestehender MarkenrichtlinienNeues Erscheinungsbild, Illustrationen, Animationen
RedaktionssystemWenige Felder, eine RolleFreigaben, Vorschau, viele Redakteure, mehrere Standorte
SprachenEine SpracheMehrere Sprachen mit eigenen Inhalten pro Markt
SchnittstellenKontaktformular per E-MailCRM, Marketing-Automation, ERP, Produktdaten, Login-Bereich
BestandNeue Domain, kein AltbestandViele alte Seiten, Inhalte umziehen, Weiterleitungen

Seitentypen statt Seitenzahl

Eine Website mit 80 Seiten kann günstiger sein als eine mit 20. Entscheidend ist, wie viele verschiedene Vorlagen es gibt. Zehn Leistungsseiten nach demselben Muster sind eine Vorlage und zehn Einträge im Redaktionssystem. Zehn Seiten mit je eigenem Aufbau sind zehn Entwürfe.

Zähl deshalb Seitentypen. Typische Typen bei B2B-Firmen sind Startseite, Leistungsübersicht, Leistungsdetail, Branchenseite, Referenz, Artikel, Karriere, Stellenanzeige, Über uns und Kontakt. Jede Vorlage braucht Konzept, Design, Umsetzung, mobile Ansicht und Tests.

Inhalte sind der größte Posten

Viele Projekte verzögern sich nicht beim Programmieren. Sie verzögern sich, weil Texte fehlen oder Freigaben dauern. B2B-Angebote sind oft erklärungsbedürftig. Gute Texte brauchen Gespräche mit Vertrieb und Fachabteilung.

  • Texte: Schreib selbst, liefert die Agentur einen Entwurf oder entsteht alles neu?
  • Bilder: Gibt es echte Fotos von Team, Produkten und Standorten? Stockfotos wirken im B2B schnell austauschbar.
  • Referenzen: Welche Kunden darfst du nennen? Freigaben brauchen Zeit.
  • Freigaben: Wer gibt Texte frei? Jede zusätzliche Runde kostet Zeit auf beiden Seiten.

Klär das vor der Anfrage. Ein Angebot ohne klare Zuständigkeit für Inhalte ist kaum zu vergleichen.

Redaktionssystem und Technik

Dein Team soll Texte, Bilder und neue Seiten selbst pflegen. Dafür braucht die Website ein Redaktionssystem, kurz CMS. Je genauer das CMS auf deine Inhalte zugeschnitten ist, desto einfacher wird die Pflege. Das kostet in der Umsetzung mehr, spart aber später Zeit.

Bei der Technik zählt weniger das System als der Betrieb. Frag, wer Updates einspielt, wo die Seite gehostet wird und was passiert, wenn etwas ausfällt. Einen Vergleich gängiger Systeme findest du in WordPress, Webflow oder Next.js.

Sprachen und Märkte

Eine zweite Sprache verdoppelt nicht automatisch den Aufwand. Sie bringt aber Arbeit an mehreren Stellen: Übersetzung, eigene Suchbegriffe pro Markt, Umschalter, hreflang-Angaben und Rechtstexte. Verkaufst du in Deutschland und der Schweiz, reicht oft eine deutsche Fassung. Anders ist es, wenn Preise, Ansprechpartner oder Begriffe je Land abweichen. In der Schweiz schreibt man etwa ohne ß.

Schnittstellen

Hier entstehen die größten Unterschiede zwischen Angeboten. Ein Formular, das eine E-Mail schickt, ist schnell gebaut. Ein Formular, das Anfragen sauber in HubSpot, Salesforce oder Pipedrive anlegt, braucht Feldzuordnung, Tests und eine Lösung für Fehlerfälle.

Noch mehr Aufwand machen Produktdaten aus einem ERP oder PIM, Händlerbereiche mit Login und Preise pro Kunde. Nenn im Briefing jedes System, mit dem die Website sprechen soll. Nenn auch die Systeme, bei denen du unsicher bist.

Laufende Kosten

Nach dem Start fallen weiter Kosten an. Rechne sie in den Vergleich ein:

  • Hosting und Domain, bei Bedarf in der EU oder der Schweiz.
  • Lizenzen für CMS, Schriften, Bilder oder Formular- und Buchungsdienste.
  • Wartung: Updates, Sicherheit, Backups und Überwachung.
  • Weiterentwicklung: neue Seiten, Kampagnen, Tests und Auswertung.

Mehr zu Domain, Hosting und E-Mail liest du in Domain, Hosting und E-Mail.

Was den Preis senkt

  • Weniger Seitentypen. Prüf, ob zwei Vorlagen eine werden können.
  • Fertige Inhalte. Texte und Fotos vor Projektbeginn spart Runden.
  • Ein Ansprechpartner mit Entscheidungsrecht. Das verkürzt Freigaben.
  • Etappen. Start mit den Seiten, die Anfragen bringen. Wissensbereich und Karriere folgen später.
  • Bestehende Marke. Wer ein Logo, Farben und Schriften hat, braucht kein neues Erscheinungsbild.

Ob eine schlanke Landingpage für den Anfang reicht, klärt Landingpage oder Website.

Angebote vergleichen

Ein belastbares Angebot entsteht aus einem kurzen Briefing. Es muss nicht lang sein. Diese Punkte gehören hinein:

  1. Ziel der Website und woran du Erfolg misst, etwa qualifizierte Anfragen.
  2. Liste der Seitentypen und grobe Zahl der Seiten pro Typ.
  3. Wer Texte, Bilder und Übersetzungen liefert.
  4. Sprachen und Märkte.
  5. Alle Systeme, an die die Website angebunden wird.
  6. Bestehende Website mit Adresse, damit Umzug und Weiterleitungen geplant werden.
  7. Gewünschter Starttermin und feste Fristen wie Messen.

Prüf dann, ob jedes Angebot dieselben Punkte enthält. Fehlt bei einem Anbieter die Übernahme alter Inhalte oder das Einrichten der Weiterleitungen, ist er nicht günstiger. Er hat nur weniger angeboten. Wie Rankings beim Umzug erhalten bleiben, steht in Relaunch ohne SEO-Verlust. Den typischen Ablauf eines Projekts zeigt So läuft ein Website-Projekt ab.

Häufige Fragen

Meist, weil die Anbieter Unterschiedliches anbieten. Der eine rechnet Texte, Umzug und Schnittstellen ein, der andere nicht. Leg die Angebote nebeneinander und geh Punkt für Punkt durch.

Ein Festpreis passt, wenn Umfang und Inhalte klar sind. Abrechnung nach Aufwand passt, wenn vieles erst im Projekt entschieden wird. Oft ist eine Mischung sinnvoll: Festpreis für Konzept und Umsetzung, Aufwand für spätere Erweiterungen.

Beim Start oft ja. Grenzen zeigen sich bei Schnittstellen, mehreren Sprachen und eigenen Vorlagen. Rechne auch die Zeit deines Teams und einen späteren Umzug mit ein.

Das hängt am Umfang und an den Inhalten. Den größten Einfluss haben fertige Texte und schnelle Freigaben. Ein fester Termin wie eine Messe hilft, den Umfang auf das Nötige zu begrenzen.

Der erste Schritt

Schreib die Seitentypen deiner künftigen Website auf und daneben, wer den Inhalt liefert. Ergänz jedes System, an das die Website angebunden werden soll. Mit dieser Liste lässt sich der Aufwand in einem Gespräch schätzen. Wie wir B2B-Websites planen und bauen, liest du bei B2B-Websites.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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