Was kostet ein Shopify-Shop? Lizenz, Umsetzung, Apps und Betrieb

Design- und Engineering-Team

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Deutschland, Schweiz
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Ein Shopify-Shop kostet in vier Blöcken: den monatlichen Tarif, die einmalige Umsetzung, laufende App-Gebühren und den Betrieb. Den Tarif kennst du vorab. Die anderen drei Blöcke hängen an deinem Sortiment, deinen Systemen und deinem Design. Hier siehst du, was jeden Block teurer oder günstiger macht.

Die Shopify-Tarife

Shopify veröffentlicht die Tarife auf seiner Preisseite. Stand Oktober 2026 gelten diese Monatspreise, jeweils bei jährlicher und bei monatlicher Zahlung:

TarifDeutschlandSchweiz
Basic24 € jährlich, 32 € monatlichCHF 21 jährlich, CHF 29 monatlich
Grow69 € jährlich, 92 € monatlichCHF 59 jährlich, CHF 79 monatlich
Advanced289 € jährlich, 384 € monatlichCHF 269 jährlich, CHF 359 monatlich
Plusab 2.250 € im Monat bei einem Jahr Laufzeit, ab 2.100 € bei drei Jahrenwie Deutschland, in Euro ausgewiesen

Quellen: Shopify-Preise Deutschland und Shopify-Preise Schweiz, Stand Oktober 2026. Prüf die Seiten vor deiner Entscheidung. Shopify passt Preise immer wieder an.

Zahlungsgebühren

Zum Tarif kommen Gebühren pro Zahlung. Mit Shopify Payments nennt die deutsche Preisseite für Kartenzahlungen online 2 % plus 0,25 € im Basic-Tarif und 1,5 % plus 0,25 € bei Plus. Nutzt du einen anderen Zahlungsanbieter, berechnet Shopify zusätzlich eine Transaktionsgebühr: 2 % bei Basic, 1 % bei Grow, 0,6 % bei Advanced und 0,2 % bei Plus. Dazu kommen die Gebühren dieses Anbieters. Bei hohem Umsatz entscheidet dieser Posten oft über den Tarif.

Theme, eigenes Theme oder Headless

Die größte Stellschraube in der Umsetzung ist die Frage, wie der Shop aussieht und gebaut wird.

WegWas passiertPasst, wenn
Theme anpassenEin fertiges Theme aus dem Theme Store, angepasst an Farben, Schriften und InhalteStandardsortiment, schneller Start, knappes Budget
Eigenes ThemeDesign und Vorlagen entstehen für deine Marke, gebaut auf ShopifyDie Marke soll sich klar abheben, Abläufe weichen vom Standard ab
HeadlessEin eigenes Schaufenster, etwa mit Next.js, spricht über die Storefront-API mit ShopifyViel redaktioneller Inhalt, hohe Ansprüche an Tempo und Gestaltung

Headless ist der aufwendigste Weg. Er lohnt sich, wenn Inhalte, Marke oder Ladezeit wirklich zählen. Für viele Shops reicht ein gut angepasstes Theme. Mehr zum Unterschied liest du in Shopify oder WooCommerce.

Apps

Shopify deckt die Grundfunktionen ab. Für Bewertungen, Abos, Produktfilter, Rechnungen, Übersetzungen oder Cookie-Banner nutzen viele Shops Apps. Die meisten kosten monatlich. Einzeln wirken die Beträge klein. Zusammen ergeben zehn Apps schnell mehr als der Tarif.

  • Prüf für jede App, ob Shopify die Funktion inzwischen selbst mitbringt.
  • Acht darauf, ob eine App nach Bestellungen oder Umsatz abrechnet.
  • Jede App lädt Code in deinen Shop. Zu viele Apps bremsen die Seite.
  • Prüf, wo die App Daten speichert, und nenn sie in deiner Datenschutzerklärung.

Schnittstellen

Ein Shop lebt selten allein. Bestände kommen aus der Warenwirtschaft, Rechnungen gehen an die Buchhaltung, Pakete an den Versanddienst. Jede dieser Verbindungen kostet Aufwand:

  • Fertige Konnektoren: Für verbreitete Systeme gibt es Apps. Du bist schnell eingerichtet, haben aber feste Grenzen.
  • Eigene Anbindung: Bei älteren oder angepassten ERP-Systemen wird die Verbindung eigens gebaut. Das ist Entwicklung mit Tests und Fehlerbehandlung.
  • Produktdaten: Viele Varianten, Preislisten oder Daten aus einem PIM erhöhen den Aufwand beim Import.

Nenn im Briefing jedes System mit Namen und Version. Erst dann lässt sich der Aufwand ehrlich schätzen.

Daten und Umzug

Komm von einem anderen Shopsystem, gehören Produkte, Kunden, Bestellungen und Inhalte zum Projekt. Dazu kommen Weiterleitungen für alle alten URLs. Fehlen sie, verlierst du Rankings. Shopify übernimmt keine Passwörter aus einem anderen System. Bestandskunden legen ihr Passwort nach dem Umzug neu fest. Plan dafür eine E-Mail an deine Kunden ein.

Betrieb

Server und Sicherheit übernimmt Shopify. Trotzdem bleibt Arbeit: Apps aktualisieren, neue Kampagnen anlegen, Ladezeit prüfen, Rechtstexte aktuell halten, Auswertungen lesen. Klär, ob dein Team das übernimmt oder ein Partner. In Deutschland gilt für viele Shops zudem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Mehr dazu in Barrierefreiheit nach BFSG.

Wann Shopify Plus

Plus ist für Händler mit hohem Umsatz, mehreren Shops oder komplexem Großhandel gedacht. Seit 2026 bietet Shopify die grundlegenden B2B-Funktionen auch in Basic, Grow und Advanced an. Laut Shopify-Hilfe bleiben einige Funktionen Plus vorbehalten: unbegrenzte Kataloge für kundenspezifische Preise, die direkte Zuordnung von Katalogen, Teilzahlungen und Anzahlungen. Die übrigen Tarife erlauben bis zu drei aktive B2B-Kataloge. Stand Oktober 2026.

Rechne bei Plus nicht nur den Tarif gegen. Niedrigere Zahlungsgebühren und eingesparte Apps können einen Teil ausgleichen. Mehr zu Plus liest du bei Shopify Plus.

So holst du ein belastbares Angebot ein

  1. Zahl der Produkte und Varianten, und woher die Daten kommen.
  2. Länder, Währungen und Sprachen.
  3. Zahlarten, die deine Kunden erwarten, etwa PayPal, Rechnung oder TWINT.
  4. Alle Systeme: Warenwirtschaft, Buchhaltung, Versand, CRM, Newsletter.
  5. Gewünschter Weg: Theme, eigenes Theme oder Headless.
  6. Bestehender Shop mit Adresse, falls ein Umzug ansteht.
  7. Wer den Shop nach dem Start pflegt.

Häufige Fragen

Für viele Shops reicht Basic oder Grow. Den Ausschlag geben Zahlungsgebühren bei deinem Umsatz, die Zahl der Mitarbeiterkonten und Berichte. Wechseln kannst du später jederzeit.

Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen bleiben in Shopify. Ein neues Theme oder ein Headless-Schaufenster lässt sich später auf dieselben Daten setzen.

Ja. Shopify weist die Tarife in der Schweiz in Franken aus, Plus aber in Euro. Die Zahlungsgebühren für die Schweiz findest du auf der Schweizer Preisseite.

Das hängt an Design, Sortiment und Schnittstellen. Mit der Liste oben lässt sich der Aufwand konkret schätzen. Ohne diese Angaben wäre jede Zahl geraten.

Der erste Schritt

Liste alle Systeme auf, die heute Bestellungen, Bestände oder Rechnungen berühren. Daneben schreibst du, wer sie betreut. Diese Liste bestimmt den Aufwand stärker als jedes Design. Wie wir Shops auf Shopify planen und bauen, liest du bei Shopify.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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