Was kostet ein Wohnungsfinder? Die Kostentreiber bei 2D und 3D

Design- und Engineering-Team

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Deutschland, Schweiz
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Ein Wohnungsfinder kostet je nach Projekt sehr unterschiedlich. Ein Geschossplan mit klickbaren Wohnungen ist ein kleiner Auftrag. Ein fotorealistisches Gebäude zum Drehen mit Sonnenstand und Rundgang ist ein großer. Dazwischen liegen viele Stufen. Sechs Entscheidungen legen fest, wo dein Projekt landet.

Wie ein Finder funktioniert und wann 2D reicht, erklärt 3D-Wohnungsfinder für Bauträger. Hier geht es nur um den Aufwand. Preise nennen wir nicht, weil sie ohne deine Pläne geraten wären.

Die Kostentreiber

FaktorWeniger AufwandMehr Aufwand
Einheiten und GebäudeEin Haus, wenige GrundrisstypenMehrere Baukörper, viele individuelle Grundrisse
ModellquelleArchitekturmodell als BIM- oder 3D-DateiNur PDF-Pläne, Modell entsteht neu
Darstellung2D oder IsometrieFotorealistisch, frei drehbar, mit Umgebung
FunktionenAuswahl, Status, Grundriss, AnfrageSonnenstand, Rundgänge, Ausstattungswahl, Merkliste
EinbindungEigene Seite, Pflege im FinderDaten aus CRM oder Vertriebssoftware, mehrere Websites
BetriebModell läuft im BrowserPixel-Streaming über Grafikserver

Einheiten und Gebäude

Nicht die Zahl der Wohnungen treibt den Aufwand, sondern ihre Vielfalt. Hundert Wohnungen mit sechs Grundrisstypen sind schneller erfasst als dreißig Wohnungen, die alle anders sind. Jeder Grundriss braucht eine saubere Darstellung. Jede Einheit braucht eine anklickbare Fläche im Modell. Mehrere Baukörper, Tiefgaragen oder Gewerbeflächen kommen dazu.

Woher das Modell kommt

Die Modellquelle ist oft der größte einzelne Posten bei 3D.

  • BIM- oder 3D-Modell vom Architekten: Liegt eine IFC-, Revit- oder andere 3D-Datei vor, wird sie für den Browser vereinfacht. Das spart die Modellierung, braucht aber Aufräumarbeit. Architekturmodelle enthalten viel, was im Browser nur bremst.
  • CAD-Pläne als DWG: Grundrisse und Schnitte sind maßgenau. Das Modell wird daraus aufgebaut.
  • Nur PDF-Pläne: Das Modell entsteht vollständig neu. Das ist möglich, dauert aber länger.
  • Vorhandene Renderings: Stammen sie aus einem Modell beim Visualisierer, lässt sich dieses oft nutzen. Frag dort nach den Rechten.

Klär früh, welche Daten es gibt und wem sie gehören. Das allein kann den Aufwand deutlich verschieben.

Wie das Gebäude aussieht

  1. 2D: Geschosspläne mit klickbaren Flächen. Schnell gebaut und leicht zu pflegen.
  2. Isometrie: Ein gezeichneter Blick schräg von oben, oft aus wenigen festen Winkeln. Wirkt räumlich ohne volles 3D.
  3. Weißmodell: Ein 3D-Gebäude ohne Materialien. Zeigt Lage und Ausrichtung klar.
  4. Texturiertes Modell: Fassaden, Balkone und Umgebung in Farbe. Das ist die übliche Stufe für den Vertrieb.
  5. Fotorealistisch: Licht, Schatten und Materialien nah am Rendering. Braucht die meiste Arbeit und Rechenleistung.

Die Umgebung ist ein eigener Posten. Ein Gebäude auf grauer Fläche ist schnell gemacht. Nachbarhäuser, Bäume, Straßen und Aussicht brauchen Daten und Modellierung.

Funktionen

Die Grundfunktionen sind Auswahl einer Einheit, Status, Grundriss und Anfrage. Jede weitere Funktion kostet Aufwand in Umsetzung und Test:

  • Filter nach Zimmern, Fläche, Geschoss und Preis
  • Merkliste mit teilbarem Link
  • Sonnenstand nach Uhrzeit und Jahreszeit
  • Aussicht aus der Wohnung oder 360-Grad-Rundgang
  • Wahl von Ausstattung oder Böden
  • Mehrsprachigkeit

Frag bei jeder Funktion, welche Frage deiner Käufer sie beantwortet. Was niemand nutzt, kostet nur.

Einbindung und Daten

Der Finder braucht aktuelle Daten. Status und Preise ändern sich im Vertrieb ständig. Es gibt zwei Wege:

  • Pflege im Finder: dein Team ändert Status und Preise in einem Login. Das ist schnell eingerichtet.
  • Daten aus dem Vertriebssystem: Der Finder liest Status und Preise aus deinem CRM oder deiner Maklersoftware. Das braucht eine Schnittstelle, spart aber doppelte Pflege.

Dazu kommt die Frage, wo der Finder läuft: auf der Projektwebsite, auf der Bauträgerwebsite oder auf beiden. Anfragen sollten mit der Nummer der Einheit dort ankommen, wo dein Vertrieb arbeitet. Mehr dazu bei Was kostet eine Immobilien-Website.

Hosting oder Streaming

Ein 3D-Finder kann auf zwei Arten laufen. Diese Wahl bestimmt die laufenden Kosten.

Im BrowserPixel-Streaming
So funktioniert esDas Gerät des Besuchers zeichnet das Modell, etwa mit WebGLEin Grafikserver rechnet das Bild und sendet es als Video
BildqualitätBegrenzt durch das Gerät, auch am Handy gut nutzbarSehr hoch, unabhängig vom Gerät
Laufende KostenNormales HostingServerzeit pro gleichzeitigem Besucher
VoraussetzungEin schlankes ModellStabile, schnelle Verbindung

Für die meisten Projektwebsites reicht ein Modell im Browser. Streaming passt eher zu Showrooms, Messen und Verkaufsräumen, wo Bildqualität wichtiger ist als Reichweite.

Pflege bis zum Abverkauf

Plan den Betrieb mit ein. Während des Vertriebs ändern sich Preise, Status und manchmal Grundrisse. Planänderungen am Gebäude bedeuten Änderungen am Modell. Klär, wie solche Änderungen abgerechnet werden. Nach dem Abverkauf bleibt der Finder als Referenz online oder wird archiviert. Für das nächste Projekt lässt sich die Technik wiederverwenden. Dann entsteht nur das Modell neu.

So holst du ein belastbares Angebot ein

  1. Zahl der Einheiten, Grundrisstypen und Baukörper.
  2. Vorhandene Daten: BIM-Modell, DWG, PDF, Renderings.
  3. Gewünschte Darstellung: 2D, Isometrie oder 3D in welcher Qualität.
  4. Funktionen, die deine Käufer wirklich brauchen.
  5. Wo Status und Preise gepflegt werden.
  6. Vertriebsstart und geplantes Ende des Vertriebs.

Häufige Fragen

In der Regel ja, weil keine Modellierung nötig ist. Ein aufwendiger 2D-Finder mit vielen Funktionen kann aber mehr kosten als ein schlichtes 3D-Weißmodell.

Ja, wenn die Daten der Einheiten getrennt vom Bild gepflegt werden. Dann bleibt die Einheitenliste, und nur die Darstellung kommt neu dazu.

Das regelt der Vertrag. Klär vorab, ob du das Modell auch für Renderings, Exposés oder spätere Projekte nutzen darfst.

Bei einem Modell im Browser vor allem Hosting und Pflege der Daten. Bei Pixel-Streaming kommen Serverkosten dazu, die mit der Zahl gleichzeitiger Besucher steigen.

Der erste Schritt

Frag dein Architekturbüro, in welchem Format die Pläne vorliegen und ob es ein 3D-Modell gibt. Diese eine Antwort verschiebt den Aufwand am stärksten. Wie unser Wohnungsfinder aussieht und arbeitet, siehst du beim 3D-Wohnungsfinder.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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