Wie ChatGPT, Perplexity und Google entscheiden, welche Unternehmen sie empfehlen

Design- und Engineering-Team

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Deutschland, Schweiz
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5 Minuten
Person tippt eine Frage in einen KI-Assistenten am Smartphone.

Fragt jemand ChatGPT nach einem Dienstleister, endet die Antwort oft mit einer kurzen Liste. Drei bis fünf Namen, dazu ein paar Quellen. Selten sind es die größten Firmen. Meist sind es die, deren Seiten klar sagen, was sie tun, für wen und wo.

Dieser Artikel erklärt, wie diese Auswahl zustande kommt. Er zeigt, was ein B2B-Unternehmen beeinflussen kann und was nicht. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in In ChatGPT empfohlen werden.

Woher eine KI-Antwort ihr Wissen hat

Ein Sprachmodell kennt deine Firma auf zwei Wegen.

  • Trainingsdaten: Das hat das Modell vor seinem Stichtag gelernt. Bei mittelständischen Firmen ist dieses Wissen oft dünn oder veraltet. Ändern kannst du es kurzfristig nicht.
  • Websuche: Das Modell sucht beim Antworten im Web und zitiert, was es findet. Hier landen fast alle kommerziellen Fragen. Hier kannst du ansetzen.

Fragt ein Einkäufer nach einem Anbieter für ein konkretes Problem, braucht das System aktuelle Informationen. Also sucht es. Eine gut gebaute, lesbare Website wird dadurch wichtiger, nicht unwichtiger.

Wie sich ChatGPT, Perplexity und Google unterscheiden

ChatGPT-SucheGoogle AI Overviews und AI ModePerplexity
Woher die Quellen kommenWebsuche, eigener Index von OpenAINormaler Google-SuchindexWebsuche, eigener Index
Crawler, den du zulassen musstOAI-SearchBotGooglebotPerplexityBot
Besondere AnforderungenKeine veröffentlicht außer Crawler-ZugangKeine: indexiert und snippetfähigKeine veröffentlicht außer Crawler-Zugang
Wie Quellen erscheinenLinks in der Antwort und QuellenlisteLinks in und neben der ZusammenfassungNummerierte Quellen bei jeder Antwort

Bei Google lohnt ein Detail. AI Mode zerlegt eine Frage in viele Teilfragen und führt die Ergebnisse zusammen. Eine Seite kann also für eine Frage zitiert werden, für die sie nie direkt gerankt hat. Sie muss nur eine der Teilfragen gut beantworten.

Was die drei Systeme gemeinsam haben

Keiner der Anbieter veröffentlicht eine Formel für seine Auswahl. Googles Leitfaden und eigene Tests zeigen aber vier wiederkehrende Muster.

  1. Der Crawler kommt hinein. Oft sperrt eine pauschale Regel gegen KI-Bots die Such-Crawler gleich mit aus. Dann ist die Firma für die KI unsichtbar.
  2. Die Seite beantwortet die Frage früh. Absätze, die die Antwort in ein, zwei Sätzen geben, lassen sich leicht zitieren.
  3. Die Fakten sind konkret. Zielbranchen, Märkte, Zeitrahmen, Zertifizierungen. Modelle zitieren, was sich prüfen lässt.
  4. Andere Quellen bestätigen es. deine Website sagt, was du behaupten. Andere Seiten bestätigen, ob es stimmt.

Die Forschung zeigt in dieselbe Richtung. Die GEO-Studie von Princeton und weiteren Instituten aus dem Jahr 2024 testete Textänderungen an einer simulierten KI-Suche. Texte mit Statistiken und Zitaten wurden häufiger als Quelle genannt. Das ist ein Laborergebnis und keine Garantie. Es deckt sich aber mit der Praxis: Konkrete Seiten werden zitiert, vage nicht.

Was im B2B den Ausschlag gibt

Bei B2B-Fragen gibt es selten Hunderte Bewertungen. Die KI stützt sich deshalb stärker auf andere Belege:

  • Fachmedien: Ein Interview oder Gastbeitrag in einer Branchenzeitschrift zeigt, wofür deine Firma steht.
  • Verbände und Netzwerke: Mitgliederlisten, Partnerverzeichnisse von Softwareherstellern, Vorträge auf Fachkonferenzen.
  • Anbietervergleiche: Listen wie „Anbieter für X in Deutschland“ liest die KI oft, wenn sie selbst eine Liste baut.
  • Einheitliche Firmendaten: Gleicher Name, gleiche Leistungen, gleiche Märkte auf Website, LinkedIn, Handelsregister und Verzeichnissen. Erkennt ein Modell nicht, dass zwei Schreibweisen dieselbe Firma meinen, zögert es.
  • Seiten pro Markt: Wer Kunden in Deutschland und der Schweiz bedient, sagt das auf eigenen Seiten mit echtem Inhalt. Derselbe Text mit anderem Ländernamen hilft nicht.
  • Strukturierte Daten: Laut Google sind sie für die KI-Funktionen nicht nötig. Der Eintrag hält deine Firmendaten aber für jeden maschinellen Leser einheitlich.

Dazu kommt die technische Basis. Laut einer Analyse von Vercel und MERJ führen die großen KI-Crawler kein JavaScript aus. Eine Seite, deren Text erst per Skript erscheint, kann für sie leer aussehen. Am Server gerenderte Seiten liefern das fertige HTML beim ersten Abruf. Mehr dazu in WordPress, Webflow oder Next.js.

Was nicht in deiner Hand liegt

  • Die Trainingsdaten. Was ein Modell im letzten Jahr gelernt hat, kannst du nicht bearbeitest.
  • Der Wortlaut der Antwort. Dieselbe Frage ergibt an verschiedenen Tagen unterschiedliche Listen.
  • Eine Garantie. Einen festen Platz in einer KI-Antwort kann niemand verkaufen.
  • Bezahlte Empfehlungen. Die organische Antwort lässt sich nicht kaufen. Anzeigen in ChatGPT sind ein eigenes, gekennzeichnetes Format. Mehr dazu in ChatGPT Ads.

So testest du deine Sichtbarkeit selbst

  1. Schreib fünf Fragen auf, die ein Einkäufer wirklich stellen würde. Nenn dabei deine Branche und deinen Markt.
  2. Stell jede Frage in ChatGPT, Perplexity und Google, am besten in einem privaten Fenster.
  3. Notier, welche Firmen genannt und welche Quellen verlinkt werden.
  4. Prüf, ob deine Firma vorkommt, ob die Beschreibung stimmt und welche deiner Seiten verwendet wurde.
  5. Wiederhol den Test nach vier Wochen. Ein einzelner Durchlauf sagt wenig, weil die Antworten schwanken.

Die Liste der Quellen ist dabei oft wertvoller als die Liste der Firmen. Sie zeigt, welche Fachmedien und Vergleiche die KI in deinem Feld liest. Genau dort lohnt sich eine Erwähnung.

Häufige Fragen

Bei aktuellen und kommerziellen Fragen sucht ChatGPT im Web, liest mehrere Seiten und nennt die Firmen, die dort klar beschrieben und von anderen Quellen bestätigt werden. Den Index dafür baut OAI-SearchBot. Er muss deine Website lesen dürfen.

Nein. Laut Google brauchen AI Overviews und AI Mode weder besondere Dateien noch besonderes Markup. Deine Seiten müssen indexiert, snippetfähig und nützlich sein.

Für die Sichtbarkeit nicht direkt. Ob die KI dich nennt, hängt von deinen Seiten und Erwähnungen ab. Wie du KI im eigenen Betrieb einsetzt, ist eine eigene Frage. Dazu mehr bei Intelligence.

Antworten mit Websuche können sich nach einigen Wochen ändern, sobald die Crawler neue Seiten gelesen haben. Einen Termin oder eine Position kann niemand versprechen. Miss deshalb monatlich mit einem festen Fragensatz.

Der erste Schritt

Stell heute drei Kundenfragen in ChatGPT und Perplexity. Notier die verlinkten Quellen. Frag sich bei jeder Quelle, ob deine Firma dort vorkommen könnte. Wie wir daraus einen Plan mit einer vorher vereinbarten Zielzahl machen, liest du bei Growth.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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