SEO oder GEO: Was ist der Unterschied und was braucht dein Unternehmen?

Design- und Engineering-Team

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Deutschland, Schweiz
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Die Startseite von ChatGPT auf einem Laptop.

In Gesprächen mit Marketingleitungen hören wir zwei Fragen. „Ist SEO jetzt tot?“ und „Brauchen wir eine eigene GEO-Agentur?“ Beide Antworten lauten Nein.

SEO und GEO verfolgen verschiedene Ziele, teilen aber den Großteil der Arbeit. Hier steht, wo sie sich decken, wo sie sich unterscheiden und wie du beides abdeckst, ohne doppelt zu zahlen.

Was ist SEO?

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung. Gemeint ist alles, was eine Website für Google und Bing auffindbar, verständlich und rankbar macht. Das Ziel ist ein hoher Platz bei den Begriffen, die deine Kunden eintippen. Daraus entstehen Klicks und Anfragen.

  • Technik: Seiten, die sich crawlen und indexieren lassen, kurze Ladezeiten, saubere URLs, eine Sitemap.
  • Inhalt: eine Seite pro Thema, passend zur Suchabsicht, mit klaren Überschriften.
  • Autorität: Links und Erwähnungen von anderen Websites, Bewertungen, ein gepflegtes Unternehmensprofil.

Den Erfolg misst du in Rankings, Impressionen, Klicks und am Ende in Anfragen. Die Google Search Console zeigt das kostenlos.

Was ist GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Der Begriff stammt aus einer Forschungsarbeit von Princeton und weiteren Instituten aus dem Jahr 2024. Gemeint ist die Arbeit daran, in KI-Antworten als Quelle zitiert oder empfohlen zu werden. Du findest auch die Begriffe AEO oder LLMO. In der Praxis meinen alle drei dasselbe.

Bei kommerziellen Fragen sucht die KI live im Web. Sie liest einige Seiten und baut daraus ihre Antwort. Wer unter diesen Seiten ist und einen gut zitierbaren Absatz bietet, wird genannt. Wie die Systeme dabei vorgehen, erklärt In ChatGPT empfohlen werden.

SEO und GEO im Vergleich

SEOGEO
ZielHoher Platz in der ErgebnislisteAls Quelle in der KI-Antwort genannt werden
Wo das Ergebnis erscheintGoogle, BingChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und AI Mode, Copilot
Was der Nutzer siehtEine Liste mit Links, er wählt selbstEine fertige Antwort mit wenigen Quellen
Was zähltDie ganze Seite zu einem SuchbegriffEinzelne Absätze, die eine Frage beantworten
Signal von außenLinks von anderen WebsitesErwähnungen und gleiche Fakten in vielen Quellen
CrawlerGooglebot, BingbotZusätzlich OAI-SearchBot und PerplexityBot

Was SEO und GEO gemeinsam haben

Der Großteil der Arbeit ist derselbe. Google sagt in seinem Leitfaden zu den KI-Funktionen: Sie beruhen auf den zentralen Ranking- und Qualitätssystemen der Suche. Eine Seite muss indexiert sein und sich für ein Snippet eignen. Spezielle KI-Dateien oder zusätzliches Markup braucht es nicht.

  • Erreichbarkeit: Was ein Crawler nicht lesen kann, taucht nirgends auf.
  • Inhalt im HTML: Laut einer Analyse von Vercel und MERJ führen die großen KI-Crawler kein JavaScript aus. Text, der erst per Skript lädt, bleibt für sie unsichtbar.
  • Klare Struktur: ein Thema pro Seite, sprechende Überschriften, oben die Antwort.
  • Vertrauen: eine echte Adresse, namentlich genannte Autoren, Referenzen.

Kurz gesagt: Eine Website mit schwachem SEO wird auch in KI-Antworten selten zitiert. Deshalb steht SEO bei jedem GEO-Vorhaben am Anfang.

Warum ein gutes Ranking nicht mehr reicht

Steht eine KI-Zusammenfassung über den Ergebnissen, klicken weniger Menschen. Das Pew Research Center hat 2025 das Suchverhalten von Erwachsenen in den USA ausgewertet. Bei Suchen mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 % der Fälle auf ein normales Ergebnis. Ohne Zusammenfassung waren es 15 %.

Bei Fragen, die die KI gut beantwortet, findet der Besuch also seltener auf deiner Website statt. Die Entscheidung, welche Firma genannt wird, fällt aber weiterhin auf deinen Seiten. Google zerlegt Fragen zudem in Teilfragen. Eine Seite, die eine genaue Teilfrage beantwortet, kann deshalb auch ohne Top-Platz zitiert werden.

Was GEO zusätzlich verlangt

SEO denkt in Seiten und Suchbegriffen. GEO denkt in Fragen und zitierbaren Absätzen. Diese Punkte machen den Unterschied:

  • Die Antwort zuerst: Jeder Abschnitt beginnt mit ein, zwei Sätzen, die die Frage vollständig beantworten.
  • Konkrete Fakten: Dauer, Einsatzgebiet, Zielbranchen, Zertifizierungen. Modelle zitieren, was sich prüfen lässt.
  • Überall dieselben Fakten: Name, Adresse und Leistungen gleich auf Website, Google-Unternehmensprofil, LinkedIn und in Verzeichnissen. Widersprüche verunsichern ein Modell.
  • Erwähnungen auf anderen Seiten: Fachartikel, Verbandslisten, Anbietervergleiche. Auf solche Seiten greifen KI-Antworten oft zurück.
  • Offene Türen: OAI-SearchBot und PerplexityBot in robots.txt, Firewall und CDN zulassen.

Oft fällt in diesem Zusammenhang das Wort llms.txt. Laut Google ignoriert die Suche diese Datei. Kein großer KI-Anbieter hat bestätigt, sie für Zitate zu nutzen. Sie kostet wenig, als Hebel taugt sie nicht.

Messen und anfangen

WasSEOGEO
SichtbarkeitRankings und Impressionen in der Search ConsolePrompt-Tests mit festen Kundenfragen, KI-Daten in Search Console und Bing
BesucheOrganische Klicks in der WebanalyseVerweise von chatgpt.com, perplexity.ai und anderen
ErgebnisAnfragen aus der organischen SucheAnfragen, bei denen Kunden sagen: „Die KI hat dich genannt“

In dieser Reihenfolge gehen wir vor:

  1. Grundlagen prüfen. Sind alle wichtigen Seiten indexiert? Das zeigt der Bericht „Seiten“ in der Search Console.
  2. Türen öffnen. robots.txt, Firewall und CDN für Googlebot, Bingbot, OAI-SearchBot und PerplexityBot freigeben.
  3. Seiten umbauen. Eine Seite pro Leistung, die Antwort in den ersten Sätzen, Inhalt im HTML.
  4. Fakten angleichen. Website, Profile und Verzeichnisse mit denselben Angaben.
  5. Bestätigung aufbauen. Fachbeiträge, Interviews, Bewertungen mit Text.
  6. Monatlich messen. Search Console, Verweise und ein fester Satz aus zehn Kundenfragen.

Die Schritte eins bis drei sind klassisches SEO und zahlen auf beides ein. Schritt vier und fünf zählen auch für SEO, wiegen in KI-Antworten aber schwerer.

Häufige Fragen

Nein. Laut Google beruhen die KI-Funktionen auf denselben Systemen wie die normale Suche. Auch ChatGPT und Perplexity durchsuchen das Web. Ohne solide SEO-Basis wird eine Website selten zitiert.

Meist nicht. Der Großteil der Arbeit ist derselbe. Sinnvoll ist, beides gemeinsam zu planen. Dann entstehen Seiten, strukturierte Daten und Firmenangaben einmal für beide Kanäle.

AEO steht für Answer Engine Optimization. Gemeint ist dasselbe Ziel wie bei GEO: in KI-Systemen die Antwort oder deren Quelle zu sein. Die Begriffe werden gleichbedeutend verwendet.

Ja. Suchen mit Kaufabsicht führen weiterhin zu Klicks und Anfragen. Und die KI-Antworten greifen auf die Seiten zurück, die Suchmaschinen finden und für vertrauenswürdig halten.

Der erste Schritt

Schreib zehn Fragen auf, die deine Kunden vor einem Auftrag stellen. Prüf für jede, ob eine Seite deiner Website sie in den ersten zwei Sätzen beantwortet. Jede Lücke ist eine Aufgabe für SEO und GEO zugleich. Wie wir das mit einer vorher vereinbarten Zielzahl angehen, liest du bei Growth.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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