Shopify oder WooCommerce: Welcher Onlineshop passt zu deinem Unternehmen?

Design- und Engineering-Team

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Fokus
Deutschland, Schweiz
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5 Minuten
Versandkarton mit leerem Etikett.

Für die meisten Händler mit einem normalen Sortiment ist Shopify die sicherere Wahl. Hosting, Updates, Sicherheit und Checkout übernimmt die Plattform. WooCommerce passt besser, wenn du besondere Shop-Logik brauchst, ohnehin WordPress betreiben oder Hosting und Daten selbst steuern wollen. Dann gehört dir aber auch die Pflege.

Der ehrliche Vergleich dreht sich weniger um Funktionen. Beide Systeme haben die üblichen. Entscheidend ist, wer nach dem Start welche Arbeit und welches Risiko trägt. Genau das vergleichen wir hier, mit Blick auf Deutschland und die Schweiz. Preise ändern sich oft, deshalb nennen wir keine. Prüf die aktuellen Seiten der Anbieter.

Der grundlegende Unterschied

  • Shopify ist Software als Dienst. Du zahlst ein Abo, Shopify betreibt Server, Checkout und Sicherheit. Erweiterungen kommen als Apps dazu.
  • WooCommerce ist ein kostenloses Plugin, das eine WordPress-Website zum Shop macht. Du wählst das Hosting, installierst die nötigen Plugins und hältst alles aktuell.

Keines ist an sich besser. Das eine ist ein gemieteter, betreuter Shop. Das andere ist ein Shop, den du selbst baust und betreibst.

Der Vergleich

ShopifyWooCommerce
HostingInklusive, betrieben von Shopifydeine Wahl, etwa ein Server in der EU
Zeit bis zum StartKurz bei StandardshopsLänger, mehr Einrichtung
PflegeShopify aktualisiert die Plattform, du die Appsdu aktualisierst WordPress, Theme und jedes Plugin
SicherheitLiegt bei der PlattformHängt von Updates, Plugins und Hosting ab
Laufende KostenAbo, App-Gebühren, ZahlungsgebührenHosting, bezahlte Plugins, Pflege
FlexibilitätHoch innerhalb der PlattformSehr hoch, fast alles lässt sich ändern
DatenstandortInfrastruktur von Shopify, mit Vertrag zur AuftragsverarbeitungDort, wo du hostest
Passt zuStandardsortiment, kleines Team, schneller StartSonderwünsche, bestehendes WordPress, volle Kontrolle

Was ein Shop im Jahr kostet

Der Monatspreis ist nur ein Teil. Vergleich die gesamte Jahresrechnung:

  • Shopify: Abo, bezahlte Apps für Bewertungen, Abos oder B2B-Funktionen und Zahlungsgebühren. Nutzt du statt Shopify Payments einen anderen Anbieter, kommt eine zusätzliche Transaktionsgebühr dazu.
  • WooCommerce: Hosting, das für einen Shop schnell genug ist, bezahlte Plugins und jemand, der Updates, Backups und Sicherheit übernimmt.
  • Bei beiden: Einrichtung, Design, Import der Produktdaten, Fotos und die Gebühren deines Zahlungsanbieters.

WooCommerce wirkt oft günstiger, weil das Plugin nichts kostet. Die Kosten wandern in die Pflege. Die meisten Sicherheitslücken bei WordPress stecken in Plugins. In einem Shop mit Zahlungen sind Updates deshalb Pflicht. Mehr dazu in WordPress zu Next.js.

Was in Deutschland und der Schweiz zählt

Zahlarten

Kunden in Deutschland erwarten neben Kreditkarte oft PayPal, Kauf auf Rechnung und SEPA-Lastschrift. In der Schweiz ist TWINT verbreitet. Beide Systeme binden diese Zahlarten über Zahlungsanbieter an. Was du anbieten kannst, hängt von Anbieter und Tarif ab. Klär das, bevor du dich für eine Plattform entscheidest.

Rechtliche Pflichten

  • Impressum, AGB und Datenschutzerklärung. In Deutschland gilt die Impressumspflicht nach § 5 DDG, in der Schweiz verlangt Art. 3 UWG klare Angaben zum Anbieter. Mehr dazu in Impressum in Deutschland und der Schweiz.
  • Widerrufsbelehrung in Deutschland. Verbraucher haben beim Onlinekauf ein Widerrufsrecht. In der Schweiz gibt es kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht für Onlinekäufe.
  • Der Bestell-Button in Deutschland. Er muss klar sagen, dass die Bestellung zur Zahlung verpflichtet, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen“.
  • Preise inklusive Steuer. Verbraucher sehen Endpreise mit Umsatzsteuer, in der Schweiz mit MWST.
  • Einwilligung für Tracking. Beide Systeme brauchen einen korrekt eingerichteten Cookie-Banner.
  • Barrierefreiheit. In Deutschland gilt seit dem 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Onlineshops, die an Verbraucher verkaufen. Mehr in Barrierefreiheit nach BFSG.

Verkaufst du aus der Schweiz an Verbraucher in der EU, gelten für diese Kunden meist auch die EU-Regeln. Lass AGB und Widerrufstexte von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen. Für die Plattformwahl gilt: Kein System macht dich von selbst rechtskonform. Beide müssen richtig eingerichtet sein.

Datenschutz

Bei WooCommerce entscheidest du, wo der Shop läuft, etwa auf einem Server in der EU. Bei Shopify liegen die Daten auf dessen Infrastruktur, geregelt über einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Lies ihn und nenn Shopify in deiner Datenschutzerklärung. Das gilt nach DSGVO wie nach dem Schweizer Datenschutzgesetz. Eine Übersicht findest du in der DSGVO-Checkliste für Websites.

Wann welches System passt

Shopify passt, wenn

  • du ein Standardsortiment mit Varianten verkaufst,
  • du keinen eigenen Entwickler hast und wenig Technik betreuen willst,
  • du schnell starten und Schritt für Schritt wachsen willst,
  • du einen Checkout willst, den die Plattform aktuell hält.

WooCommerce passt, wenn

  • du schon eine WordPress-Seite mit viel Inhalt hast und den Shop darin willst,
  • du besondere Logik brauchst, etwa komplexe Preisregeln oder eigene B2B-Abläufe,
  • du Hosting und Daten an einem Ort deiner Wahl halten willst,
  • jemand alles regelmäßig aktualisiert und überwacht.

Shopify als Motor, Next.js als Schaufenster

Du musst nicht das Standard-Theme von Shopify nehmen. Über die Storefront-API zeigt ein eigenes Schaufenster in Next.js deine Produkte. Shopify übernimmt im Hintergrund Produkte, Lager, Checkout und Zahlungen. Das nennt man Headless.

Du bekommst schnelle Seiten, ein Design ohne Theme-Grenzen und HTML, das Suchmaschinen und KI-Crawler vollständig lesen. Dazu einen Ort für Inhalte und Landingpages neben dem Shop. Das Projekt ist größer als ein Standard-Theme. Es lohnt sich, wenn Marke, Tempo oder Inhalte wirklich zählen. Weil die Daten in Shopify bleiben, kannst du auch später umsteigen. Wie KI-Suche Shops und Firmen empfiehlt, liest du in So empfiehlt KI-Suche Unternehmen.

Häufige Fragen

Das hängt davon ab, was du mitrechnest. WooCommerce hat kein Plattform-Abo, braucht aber Hosting, bezahlte Plugins und Pflege. Shopify hat Abo, App- und Zahlungsgebühren, aber wenig Technikaufwand. Vergleich die gesamten Jahreskosten, inklusive der Zeit deines Teams.

Shopify bietet einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und Werkzeuge für Auskunftsanfragen. Ob dein Shop konform ist, hängt aber auch von Einrichtung, Cookie-Banner und Datenschutzerklärung ab. Keine Plattform macht dich allein konform.

Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich übernehmen. Die URLs brauchen 301-Weiterleitungen, damit du keine Rankings verlierst. Es gelten dieselben Regeln wie bei einem Relaunch ohne SEO-Verlust.

Ein Shop, dessen Oberfläche getrennt gebaut wird, zum Beispiel mit Next.js. Sie spricht über eine Schnittstelle mit einem Shop-Motor wie Shopify. Das bringt mehr Tempo und Gestaltungsfreiheit bei größerem Aufwand.

Der erste Schritt

Schreib drei Dinge auf: welche Zahlarten deine Kunden nutzen, in welche Länder du lieferst und wer heute Updates einspielt. Mit dieser Liste lässt sich die Plattform in einem Gespräch klären. Wie wir Shops bauen, liest du bei Shopify. Wie der Umzug läuft, steht unter WooCommerce zu Shopify.

Geschrieben von

Aqtelo-Team

Design- und Engineering-Team

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